chromatieren

Chromatschichten lassen sich auf Zink, Aluminium, Magnesium, und deren Legierungen, Kupfer und Kupferlegierungen, Silber, Zinn und weiteren. Metallen erzeugen. Er wird dabei eine Umwandlungschicht erzeugt die durch Tauch-, Spritz-, oder Streichbehandlung von metallischen Oberflächen mit Chromat- oder Dichromat-Ionen enthaltenden Lösungen entsteht. Das Aufbringen kann durch Tauchen oder Streichen erfolgen. Um gute Ergebnisse zu erzielen, sollte man die Reaktionsparameter genau einhalten.

Wenn man verzinkte Oberflächen in saure, chromhaltige Lösungen taucht, wird das Metall an der Oberfläche aufgelöst. Die dabei einstehenden Metallionen werden in einer Sekundärreaktion als unlösliches, basisches Zinkchromat abgeschieden.

Die Chromatschichten können folgende Farben aufweisen: Farblos / weiß, blau, gelb, oliv, schwarz.
Zwischenfarben in braun und grün sind ebenfalls machbar.

Zink
Hauptsächlich geeignet ist elektrolytisch (galvanisch) aufgebrachtes Zink.

Vorbehandlung: Gut entfetten, kurzes Anbeizen in verdünnter Salzsäure, um dünne Oxidschichten zu entfernen. Anschließend gut spülen und trocknen.

Gelbchromatisierung
Die Gelbchromatierung hat einen hohen Dichromatgehalt. Meist dienen Sulfate oder Nitrate als Katalysator. Die Dicke der Schichten kann durch variieren der Lösungszusammensetzung oder der Tauchzeit beeinflußt werden.

Lösung:
Chromsäure:20 g
Natriumacetat:45 g
Natriumformiat:70 g
Magnesiumchlorid:8 g
in 1000 ml Wasser

oder

Natriumdichromat.210 g
Schwefelsäure:12-14 g
auf 1000 ml Wasser.
Der pH-Wert sollte bei 1,5-4 liegen, Tauchzeit maximal 50 Sekunden.
Je nach Art des zu behandelnden Objekts kann die Tauchzeit unterschiedlich ausfallen.
Temperatur: 20-25°C

Blauchromatisierung
Es ist relativ schwierig, bei größeren Objekten einen gleichmäßigen Blauton zu erzeugen. Oftmals verlaufen die Farben ineinander. Es wird in einem zweistufigen Verfahren zuerst eine Gelbchromatschicht mit einer der dort angeg. Lösungen erzeugt,
welche anschließend in einer Lösung von Natriumhydroxid oder Natriumcarbonat (Soda) bzw. Natriumsilikat bis zur Erreichung des gewünschten Tones behandelt wird.
Die Konzentration bei der Natriumhydroxidlösung beträgt 25 g/l, die Temperatur sollte 50°C. nicht übersteigen.

Schwarzchromatisieren
Die Schwarzfärbung wird überwiegend erreicht durch Einbau von Silberchromat in die Schicht oder auch eine Schwärzung durch Phosphateinbau.

Lösung:
Chromsäure:45 g
Essigsäure:25 g
Schwefelsäure:5g
Kupfersulfat:5-10 g
in 1000 ml Wasser.

oder:

Chromsäure:30 g
Phosphorsäure:10-12g
Schwefelsäure:5g
Silbernitrat:1 g
in 1000 ml Wasser.


Gute Durchmischung des Tauchbades anstreben.
Nach dem chromatieren nicht spülen, nur antrocknen lassen. pH-Wert um 1 - 2,
Temperatur etwa 20-30°C.
Tauchzeit ca. 120 - 240 Sekunden.

Nachbehandlung der Teile:

nach dem chromatieren ist gut in kaltem Wasser zu spülen. Dabei ist darauf achten, dass die Chromatschichten vor dem Trocknen noch nicht sehr abriebfest sind. Das Trocknen sollte mit Warmluft von max. 65°C. erfolgen. Schwarzchromatierte Teile nicht spülen, nur trocknen.


Silber

Elektrolytisches Verfahren:

Elektrolytzusammensetzung:
Natriumhydroxid:60 g
Natriumcarbonat (Soda):30 g
Kaliumdichromat:12 g
auf 1000 ml Wasser.

Parameter:
pH-Wert:12
Temperatur:20°C.
Behandlungszeit:3-6 min.
Stromdichte:5-10 A/qdm
Anoden: aus Nickelblech oder vernickelte Stahlbleche


Magnesium

Vorbehandlung:
Entfetten und in verdünnter Salpetersäure beizen.

Chromatisierungslösung:
Natriumdichromat:150 g Salpetersäure,konz.200 g
in 1000 ml Wasser.

oder:

Natriumdichromat:40 g
Magnesiumsulfat:65 g
in 1000 ml Wasser.

Dabei erzeugt die erste Lösung transparente Schichten und die zweite grüne. Temperatur: 30°C..

Literatur:
Galvanische Verzinkung, Eugen G. Leuze Verlag, ISBN 3-87480-179-9
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